Zu einem Kaminbrand kam es am Sonntagmittag im Kirtorfer Stadtteil Gleimenhain. 21 Feuerwehrleute aus Arnshain, Gleimenhain, Kirtorf und Wahlen eilten zur Hilfe. Die Brandstelle im Kamin wurde mit der Wärmebildkamera inspiziert und überwacht. In einem Raum des Hauses war der Kamin so heiß, das bereits der Putz von der Wand platzte. Im Laufe des Einsatzes wurde die Einsatzstelle an den zuständigen Schornsteinfeger übergeben.

 

Info zu Kaminbränden

Bei sogenannten Kamin- oder Schornsteinbränden geraten darin befindliche Rußablagerungen in Brand. Diese Ablagerungen können durch unterschiedliche Ursachen entstehen, beispielsweise durch defekte Heizanlagen oder wenn mit nassem Holz geheizt wird. Grundlegend ursächlich ist eine unvollständige Verbrennung. Sammelt sich genug Ruß an den Wänden eines Schornsteins an, genügt ein Zündfunke zur Brandentstehung. Die Folge ist eine starke Rauchentwicklung mit der Freisetzung von giftigen Gasen wie Kohlenmonoxid und hohe Brandtemperaturen mit starker Wärmestrahlung. Manche Rußarten quellen zudem bei der Verbrennung auf und können den Schornstein verstopfen oder gar auseinander drücken. Im Falle eines Kaminbrandes sollte man sich daher unverzüglich aus dem Gebäude begeben, dabei andere Bewohner warnen und sofort die Feuerwehr zur Hilfe rufen. Feuerwehrleute können den Brand mit Atemschutzgeräten sicher bekämpfen, meist drosseln sie die Sauerstoffzufuhr ab oder setzen Schornsteinwerkzeuge ein. Eine direkte Brandbekämpfung mit Wasser ist laut Feuerwehrangaben fatal, so verdampft ein Liter Löschwasser schlagartig zu etwa 1.700 Litern Wasserdampf und führt im Schornstein förmlich zu einer Explosion.