Brandschutzaufklärung mit Mitarbeitern vom Haus am Gleenbach und Fa. Kleintges

 

Brüchige Kabel, überhitzte Heizdecken, Weihnachtsbeleuchtung aus Fernost – die Gefahren für einen Brand verbergen sich hinter vielen Namen. Dies waren Themen des vorbeugenden Brandschutzes bei der Brandschutzaufklärung mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Seniorenheimes "Haus am Gleenbach" als auch den Mitarbeitern der Firma Kleintges. Mit großem Interesse verfolgten die Teilnehmer die Ausführungen der Feuerwehr. Alle zwei Jahre müssen diese Ausbildungen absolviert werden. Zu Recht, wie Heino Becker, Stadtbrandinspektor von Kirtorf, betonte: „Es ist von großer Bedeutung, dass Mitarbeiter geschult sind, denn sie sind die ersten fünf bis zehn Minuten alleine, wenn ein Brand ausgebrochen ist. In dieser Zeit retten sie Leben.“ Genau diese Zeit benötigt die Feuerwehr von dem Zeitpunkt der Information der Leitstelle in Lauterbach bis zum Ausrücken. Es ist unglaublich, was die Feuerwehrleute in dieser kurzen Zeit leisten müssen, denn sie müssen in wenigen Minuten ihr eigenes Zuhause oder den Arbeitsplatz verlassen, zum Feuerwehrgerätehaus gelangen und von dort aus in voller Einsatzausrüstung ausrücken. „Die Zeit, die wir aber brauchen, um zu Ihnen  zu kommen, müssen Sie selbst Einsatz zeigen“, so Wehrführer Köhler, der an diesem Abend im Schulungsraum der Feuerwehr Kirtorf-Mitte auch durch Stadtjugendwart Udo Brosig, Susanne Sturm (Fachbereichsleiterin  Brandschutzerziehung/Brandschutzaufklärung) und Melanie Zargas-Graf (Feuerwehr Heimertshausen) unterstützt wurde.  

Schritt für Schritt wurden  die Aufgaben der Feuerwehr beleuchtet, die primär im abwehrenden Brandschutz, den technischen Hilfeleistungen und im Umweltschutz liegen. Großes Augenmerk legte er auf die Erläuterung der Brandursachen. „Jeder vierte Brand wird durch Haushaltsgeräte verursacht“, so Köhler. Dazu gehören Mehrfachsteckdosen, Heizdecken oder Bügeleisen. Wie man sich im Falle des Falles richtig verhält – auch dazu gab es wertvolle Tipps, die im Nachgang für jeden Einzelnen mit einer praktischen Übung endete. Vor dem Feuerwehrgerätehaus war hierzu ein Löschtrainer aufgestellt worden. Dieser kann verschiedene Szenarien simulieren. „Wie ist das, wenn ein PC oder ein Mülleimer brennt“, so die Feuerwehrleute und drückten den Mitarbeitern die Feuerlöscher in die Hand. Für Geschäftsführer Stephan Kleintges ein wichtiger Schritt in die Praxis, welchen er seinen Mitarbeitern gerne anbot: „Wir verwenden in unserem Unternehmen für Elektro-Gerätebau viele Materialien, die leicht brennbar sind. Heute und hier fünf Brandschutzhelfer ausbilden zu lassen, ist sicherlich eine gute Entscheidung.“ Genauso wie für die große Zahl an Mitarbeitern aus dem Haus am Gleenbach, die durch die Struktur ihrer Arbeit vor oft besonderen Herausforderungen stehen. Für sie wurde das Konzept der Brandschutzausbildung hinsichtlich der Rettung von Senioren und Bettlägerigen sowie den Fluchtwegen, die stets frei gehalten werden müssen, besonders von Stadtbrandinspektor Heino Becker, angesprochen.