Kirtorf. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Kirtorf verfügt ab sofort über einen neuen Gerätewagen und eine Wärmebildkamera. Die Einsatzgeräte wurden am Dienstagabend in der Kirtorfer Feuerwache von Bürgermeister Ulrich Künz und Erstem Stadtrat Harald Bartel offiziell übergeben, sie sollen allen Einsatzabteilungen im Stadtgebiet zur Verfügung stehen.

 

Bei dem Gerätewagen handelt es sich um einen gebrauchten Skoda Roomster, der in 175 Stunden Eigenleistung von den Kirtorfer Feuerwehrleuten zum Einsatzfahrzeug mit Blaulicht, Sondersignal und Funkanlage umgebaut wurde. Das Fahrzeug soll nicht nur bei Einsätzen, sondern auch bei Lehrgängen und in der technischen Werkstatt seinen Dienst versehen. Die Kosten für den Wagen beliefen sich auf rund 5.000 Euro, die im September 2015 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurden. Die Wärmebildkamera vom Typ „FLIR K45“ im Wert von rund 4.100 Euro wurde von der Stadt Kirtorf und allen Kirtorfer Feuerwehrvereinen finanziert. Jeweils 250 Euro stellten die Vereine der Stadt für die Investition zur Verfügung. Bürgermeister Ulrich Künz übergibt den symbolischen Schlüssel für den Gerätewagen an Kirtorfs Wehrführer Horst Köhler. „Damit geht ein länger gehegter Wunsch der Kirtorfer Wehren in Erfüllung“, so Stadtbrandinspektor Heino Becker. Laut seinen Angaben musste bisher eine Kamera des Vogelsbergkreises oder von der benachbarten Feuerwehr aus Alsfeld angefordert werden. „Das bedeutete immer eine enorme zeitliche Verzögerung“, so Becker. Die Wärmebildkamera wird bei der Feuerwehr zur Lokalisierung von Brandherden und zur Orientierung im Brandrauch eingesetzt. Erster Stadtrat Harald Bartel erklärte bei der Übergabe der Wärmebildkamera an den Stadtbrandinspektor, dass diese auch sehr gut für die Suche von vermissten Personen verwendet werden kann. Er will dahingehend seine Kollegen bei der Polizeistation in Alsfeld über das neue Gerät in Kirtorf informieren.

Erster Stadtrat Harald Bartel übergibt die Wärmebildkamera an Stadtbrandinspektor Heino Becker ©Foto: privat | nhBürgermeister Ulrich Künz kündigte weitere Investitionen für die städtische Feuerwehr an, so soll in Kürze ein neues Einsatzfahrzeug im Ortsteil Heimertshausen angeschafft werden und im Ortsteil Wahlen das Gerätehaus für rund 100.000 Euro erweitert werden. „Durch dieses besondere Engagement der Stadt Kirtorf wird deutlich, dass die Belange der Feuerwehren in der Kirtorfer Kommunalpolitik einen hohen Stellenwert haben“, so Künz. Im Hinblick auf die Installation einer Rettungswache in Kirtorf informierte der Bürgermeister, dass der Kreisverwaltung einige mögliche Standorte zur Auswahl vorgeschlagen wurden. Damit die Wache jedoch schnellstmöglich ihren Dienst aufnehmen kann, stellt die Stadt Kirtorf übergangsweise Räumlichkeiten in der alten Schule zur Verfügung. Dazu soll auch kurzfristig ein Carport für den Rettungswagen hergerichtet werden, sodass die Rettungskräfte zeitnah ihren Dienst aufnehmen können. Laut dem Bürgermesiter muss die Kreisverwaltung mit den Kostenträgern des Rettungsdienstes noch eine endgültige Entscheidung für den Standort der Wache treffen.